Pytaa/Ulvaa - Rutschpartie im Fjell

Die Kombination aus Pytaa und Ulvaa und Pytaa war eines der absoluten Highlights unser Norwegentour. Die Tour ist eine kleine Expedition, man muss die Boote auf einem kleinen Pfad ca. 1 ½ Stunden durch die Wildnis tragen. Der Bach lohnt auch, wenn der Wasserstand der Ulvaa eher mau aussieht. Abschätzen was geht, kann man an den Stufen unter der Brücke beim letzten Parkplatz (Wegweiser Pyttbua).

Mit den Booten auf dem Rücken überquert man die Brücke und trägt auf dem vorerst breiten Weg aufwärts. Irgendwann ist dann aber Schluß mit Promenade und der kleine Pfad (nach links) wird zunehmend härter. Nach ca. 1 ¼ bis 1 ½ Stunden sollte man eigentlich einen kleinen See erreichen. Wir haben diesen aber nicht gefunden und daher noch munter weitere 45 Minuten geschleppt. Der See befindet sich kurz oberhalb der Mündung eines Baches, der unübersehbar von den Bergen der linken Talseite stürzt.


Auf dem Weg zum Einstieg, Sherpa: Johannes Scholz

Wir aber haben es eben nicht gewusst und uns dann irgendwann durch den Wald zum Bach durchgeschlagen. Hier oben ist er sehr klein und sehr steinig. Allerdings gab es auch eine schöne Rutsche und ein zweites, schwereres Exemplar mit kleineren Stufen (WW 5). Direkt danach mussten wir einen 15 Meter Wasserfall ohne Unterwasser umtragen (links) und gelangten dann nach einer kleinen Stufe bald in besagten See.


Hohe Rutsche noch vor dem See, Paddler: Johannes Scholz

Dieser ist sehr klein und unscheinbar, wer ihn findet kann aber hier einsteigen, da es oberhalb bis auf die 2 schönen Stellen sehr holprig ist. Für uns, die wir nicht wussten was kommt, war es aber ein kleines Abenteuer. Bald bringt der Wasserfallbach ersehntes Zuschußwasser. Die erste Stelle im Grundgestein sind wir links gefahren, dann kommt eine lange Rutschenfolge mit Unterspülung am Ende, diese sind wir lieber nicht gefahren.

Die restliche Strecke bis zum Parkplatz bietet aber noch genug schöne Rutschen unterbrochen von leichteren Abschnitten. Landschaftlich ist es traumhaft schön, das Wasser ist glasklar und die Rutschen teilweise nicht von schlechten Eltern. An breiteren Stellen allerdings ist es etwas holprig.


Tolle Rutsche, Paddler: Johannes Scholz

Besonders das letzte Stück bietet viel Action. Die Stufen im Bereich der Brücke am Parkplatz kann man schon vor der Fahrt besichtigen.


Stufe vor der Brücke, Paddler: Johannes Scholz

Katarakt bei der Brücke, Paddler: Simon Huber

Die Weiterfahrt auf der Ulvaa ist zunächst leicht. Bald kommt etwas Verblockung dazu und dann geht es in die Tiefe. Bei niedrigem Wasserstand sind die hohen Rutschen im Bereich eines Stegs Wildwasservergnügen pur. Im oberen Teil hält man sich links, unten dann rechts, besichtigen ist angebracht. Bei viel Wasser ist hier sicher die Hölle los, bei wenig (10-20 m3/s) ist es jedoch eine tolle Sache (dennoch WW 5-). Bei der nächsten Brücke kann man gut aussteigen und auch Zelten.

Fakten, Fakten, Fakten

Länge: Pytaa ab See ca. 4 km, Ulvaa ca. 2,5 km

Schwierigkeiten: Pytaa: WW 2-5 (stark wechselnd), Ulvaa: WW 2-3 (300 Meter WW um 5)

Einstieg: kleiner See (siehe Text)

Ausstieg: Brücke bei Kabben oder schon am Parkplatz am Straßenende

Charakter: offenen Strecken im Wechsel mit Stufen und Rutschen, auf der Ulvaa gewaltige Folge von hohen und langen Rutschen

Gefahren: Steckgefahr , Rutschen auf der Ulvaa bei viel Wasser

Autobegleitung: hier geht´s nur per Pedes

Ufer: fast immer begehbar

Pegel: keiner, Rutschen auf der Ulvaa gut bei 15 m3/s, sonst abschätzen am Parkplatz (Straßenende)

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