Calancasca/Graubünden

Obwohl die klassische Strecke der Calancasca nur 3,5 km lang ist, bietet sie eine ganze Fülle von schönen und anspruchsvollen Passagen, so dass man sich voll austoben kann.


Der Einstieg ist am Ortsende von Arvigo. Wer will, kann die im Ortsbereich liegende Steilzone noch mitnehmen (WW 5-6). Dieses Treppenhaus empfehle ich nur bei eher geringer Wasserführung. Eine detaillierte Beschreibung ist nicht sinnvoll, da sich die Strecke immer wieder verändert. Im Jahr 2002 gab es 3 herausragende Stellen: 1.: eine Kombination aus 2 Stufen, 2.: eine Kombination aus 2 Rutschen mit Rückläufen, 3.:eine tolle Stufe. Ich empfand die ganze Sache 2002 sehr lohnend, es lauern aber einige gefährliche Siphone und man muss sich vorsichtig vorpirschen. Am Sonntag oder an Feiertagen kann man am Ende dieser nur 500 Meter langen Strecke im Bereich des Granitwerks am Ortsausgang einsteigen und über eine steile Böschung mit rutschigen Felsplatten zum Fluß klettern. Hier bietet es sich an noch das Ende des Steilabfalls mitzunehmen. An Werktagen muss man unterhalb einsteigen, da man sonst wohl von den riesigen Maschinen überfahren wird.


Im Steilabfall, Paddler: Simon Huber

Die letzte Stufe des Steilabbruchs, Paddler: Jonas Bruns

Das erste Stück ist vom Boot aus gut beurteilbar und bleibt relativ offen. Einmal stürzt von links ein toller Wasserfall direkt ins Flußbett. Schönste Stelle ist eine Grundgesteinsrutsche auf der linken Seite eines größeren Felsens, die unproblematisch befahrbar ist.

Wenn sich der Fluß verengt heißt es aufpassen. Nach einigen kleinen Stufen und Blockstellen taucht ein hausgroßer Felsen im Fluß auf. Das gesamte Wasser fließt rechts über eine verweinkelte Stufe am Fels vorbei, dieser ist unterspült. Direkt danach kommt eine schöne kleine Stufe, die rechts außen gefahren werden sollte. Nach weiteren kleinen Abfällen ist die künstliche Schrägstufe vor der Brücke erreicht. Hier sollte man sich vor einigen Felsen im Unterwasser in Acht nehmen. Die Katarakte im Brückenbereich sind steiler und wuchtiger als man denkt.

Danach folgt eine schöne Stufe, die besser geht als es aussieht und schon ist man mitten drin in einer tollen Abfolge von interessanten Katarakten und Stufen. Besonders herausragend sind eine sehr steile und wuchtige Passage an einem Linksknick und eine Stufe, die einen nicht unerheblichen Rücklauf hat. Danach werden die Katarakte leichter, bleiben aber immer noch interessant. . Die Ausstiegsstelle befindet sich am Stauseebeginn, die Situation bzgl. der Stellung des Einlaufwehrs sollte vorher abgecheckt werden.




Dieser Bach macht einfach Spaß!! Paddler: Lars Weitemayr (o.) und Jo Scholz (u.)

Wichtige Infos:

Einstieg: Arvigo vor oder nach dem Steilabfall (siehe Text)

Ausstieg: Stausee von Buseno

Länge: ca. 3,5 km

Schwierigkeiten: WW 4-5 (5), Steilabbruch von Arvigo WW 5-6

Pegel: Abschätzen an der Meßschwelle

Besondere Gefahren: Nicht von Baumaschinen überfahren lassen, teils Klemmgefahr, Siphnone im Steilabbruch

Autobegleitung: gut möglich

Charakter: Anspruchsvolles Wildwasser mit wunderschönen Katarakten und kleineren Stufen, meist fair, keine Zwangspassagen. Landschaftlich ist der Bach trotz der Steinbrüche sehr schön, Highlights sind ein Wasserfall der von links in den Fluß stürzt und eine Grundgesteinsrutsche. Bei geringen Wasserständen bietet das Steilstück in Arvigo sehr schöne Stellen, ist aber nicht ganz ohne.

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