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| Anfahrt:St. Joseph - Langevin - Richtung Grand Galet Einstieg: an der Cascade du Grand Galet Ausstieg: bevor die Straße vom Fluß weggeht Länge: 1 km Schwierigkeiten: WW 3-4+ (5) Gefahren: Unterspülung beim 3. Fall Wasserstand: 4 m3/s optimal Beste Zeit: Februar, März |
Der 1. Fall am Langevin |
Die obere Strecke des Langevin, der die Plaine des Sables am Vulkan Piton de la Fournaise entwässert, besteht aus einer Folge traumhaft schöner, meist recht leichter Wasserfälle in einer herrlichen Landschaft. Im Gegensatz zu den meisten anderen Flüssen der Insel ist das Wasser eher frisch und leuchtet in einem herrlichen Türkis. Dumm nur, dass der Traumfluß bei unserem Besuch im März 2005 fast trocken war. Lediglich die beiden ersten Wasserfälle konnten wir fahren, den Rest der Strecke habe ich nur besichtigt.
Der Einstieg befindet sich unterhalb der Cascade de Grand Galet, wo der Bach in mehreren Wasserfällen aus der Felswänd sprudelt. Auf steilen Pfaden gelangt man zum Wasser (evtl. Boote abseilen). Sofort folgt der erste Fall, vielleicht höchstens 5 Meter hoch, senkrecht, sauber und einfach super! Der zweite Fall ist eher etwas niedriger und nicht ganz senkrecht. Die Anfahrt ist auch hier nicht schwer, ein passender Eintauchwinkel ist schon vom Fall vorgegeben. Der folgende dritte Fall ist etwas schwieriger und sollte nach rechts gesprungen werden. Links verschwindet ziemlich viel Wasser in einer großen Höhle.

Nach einer steilen verblockten Passage (bei uns unbefahrbar, zu wenig Wasser) folgt der 4. Fall. Nummer 5 lässt geringfügig länger auf sich warten und ist eine felsige Steilrutsche. Wer den 12 Meter hohen 6. Fall nicht fahren möchte (eine glattgewaschene Rinne) sollte bereits vor Nummer 5 die Fahrt beenden. Nummer 6 stürzt in eine enge Klamm und befindet sich auf Höhe von Bewässerungsanlagen links der Straße (kurz durch den Wald zum Rand der Klamm gehen). Es gibt auch noch einen siebten Fall, diesen habe ich allerdings nicht mehr besichtigt. Dort, wo die Straße neben dem Fluß verläuft, beendet man die Fahrt (bei uns versickerte hier auch noch das letzte bißchen Wasser).
Wer das Glück hat, einen guten Wasserstand anzutreffen, sollte auch den Unterlauf vom Kraftwerk bis vor der Brücke der N 2 fahren. Der Langevin fließt hier durch ein offenes Grundgesteinsbett mit Rutschen und Kanälen, die Schwierigkeiten dürften bis WW 4 (5) gehen, Kehrwasser sind wohl selten. Alles kann bequem von der Straße besichtigt werden. Den Ausstieg vor der Brücke der N 2 sollte man gut absichern, da ein kehrwasserloser Grundgesteinskanal bald darauf in einem unbefahrbaren 25 Meter Wasserfall endet (vorher besichtigen!!). Wie oft der Wasserstand für diese Strecke reicht, kann ich nicht abschätzen, das Flußbett war jedenfalls ziemlich verwachsen. Nach dem Paddeln lohnt sich in jedem Fall ein kurzer Abstecher zur gischtumtosten Steilküste an der Mündung (kleiner Fischerhafen)
